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Autor Thema: Wer hat Schröder in Warschau gesehen?  (Gelesen 335 mal)
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mirkowe
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« am: August 02, 2004, 08:10:30 »

Schröder in Canossa? Nein, in Warschau, aber mit der gleichen Haltung. Und warum? Weil er ein Deutscher ist und sich auch 60 Jahre nach dem Warschauer Aufstand 1944 schuldig fühlen will. Ist das nicht widerlich? Auf die eigenen 15 Millionen Vertriebenen schei***, aber in Polen den verständnisvollen Onkel spielen, dessen Vorfahren mal einen Krieg begonnen haben. Im übrigen wird es Zeit, daß die Sachsen sich in Polen dafür entschuldigen, daß sie im 18. Jahrhundert, die ganz und gar nicht korrupten polnischen Adligen bestochen haben, um ein paar Jahre über sie zu herrschen. Also, einen Gruß nach Dresden: Ab nach Warschau und entschuldigen!!

Und natürlich wird es nur ein europäisches Vertriebenenzentrum geben. Ich bin ja mal gespannt, wie man da die 15 Millionen (in keinem europäischen Land gab es mehr!!) Deutschen herunterrechnet und in welcher ukrainischen Kleinstadt das Ganze zu besichtigen sein wird. Man könnte kotzen!  Evil or Very Mad
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szdd
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« Antworten #1 am: August 03, 2004, 07:32:30 »

Da fragt man sich tatsächlich, wie man sein Vaterland derartig verachten kann. Aber man hat sich doch schon daran gewöhnt, ich sage nur Benesch Dekrete. Wenn der Jude mit dem Finger schnippt, wird bezahlt und gekrochen - dem Türken kriechen wir in den Hintern (bis zum Anschlag) - der Franzose lacht schon gar nicht mehr über uns, sondern beginnt uns ob der schleimerischen und devoten Art unserer Gesellschaft bereits wieder zu hassen...
Ich frage mcih ernsthaft, was wir weiterhin erwarten können. Zum Glück ist Deutschland so klein, dass kaum noch was an Nachbarländer abzutreten ist, aber wahrscheinlich wird das geld, das mit Hartz IV gespart werden soll (aber nicht wird, denn niemand bedenkt die Folgekosten) dafür benötigt, wiedermal irgendwem eine Entschädigung in Milliardenhöhe zu zahlen - wie am Wochenende wieder überall zu sehen war, melden sich wieder Herrero-Nachkommen (ehem. Dt.-Südwest) die finanzielle Forderungen stellen - natürlich zurecht, wie der dt. Politiker im Allgemeinen und der dt. Journalist im Besonderen meinen...

Gute Nacht Deutschland (Vaterland ist ja schon mit dem sogenannten nationalen Makel behaftet)!!!

Es gab mal vor ein paar Jahren, die Älteren werden sich daran erinnern, in Deutschland eine Reichsregierung, die versagte und versagte und versagte - wie heute eigentlich!
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mirkowe
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« Antworten #2 am: August 03, 2004, 13:24:02 »

Die Rede war typisch und unmöglich zugleich. Typisch für die Anpassung von Rot-Grün an die Deutschlandphobie der Nachbarländer. Aber was sollte man von ehemaligen Jusos und Grünen erwarten, denen die Vertriebenen schon immer ein Dorn im Auge waren und die diese mit wiederkehrender Regelmäßigkeit und mit gegenseitigen Schulterklopfen mal eben kalt in die braune Ecke stellen konnten, ohne daß es ihnen weh tat? Da war die Rede eigentlich logisch. Logisch auch die Analogien zum DDR-Herrschaftssystem, die das Vertriebenenproblem genauso sahen.

Was unmöglich ist, war die Art der Anbiederung. Da haut ein deutscher Kanzler seine Landsleute beim Nachbarn in die Pfanne. Im zwischenmenschlichen Bereich würde man das als illoyal bezeichnen, in beruflichen und geschäftlichen Sphären als geschäftsschädigend und im politischen Bereich fehlen einem eigentlich die Worte. Natürlich nicht den meisten Kommentatoren der Printmedien und auch nicht den Politikern der meisten im Bundestag vertretenden Parteien. Alle sind sich einig und loben Schröder. Man fragt sich: Spinnen die alle? Man fragt sich aus zweierlei Gründen.

Zum einen ist der vom Kanzler propagierte Vorschlag von einem europäischen Zentrum gegen Vertreibungen genau das, was der Bund der Vertriebenen (BdV) zusammen mit vielen prominenten Nicht-Vertrieben (z.B. Ralph Giordano) schon lange vorgeschlagen hat. Wenn er sich jetzt damit aus dem Fenster hängt, verschweigt er dies bewußt. Der einzige Unterschied zwischen dem BdV und Schröder ist der Ausstellungsort. Der deutsche Kanzler hätte das Ganze lieber in einer osteuropäische Stadt entsorgt (und der BdV hätte es gern in Berlin gesehen.) Da fragt man sich warum. Das hat auch zwei Gründe: Zum einen kann man in einem Zentrum gegen Vertreibungen z.B. in  Breslau, die deutsche Vertreibung einfach nach unten korrigieren und relativieren (man muß ja schließlich Rücksicht auf die Befindlichkeiten nehmen!) und zum anderen, weil es Polen und Tschechen so wollen. Was deutsche Menschen, die unsägliches Leid über sich ergehen lassen mußten und praktisch stellvertretend für alle anderen Deutschen und für die wahrhaft Schuldigen büßen mußten, wollen ist doch dem Kanzler (und dem Rest seiner Mannschaft) egal.

Die andere Sache sind die rechtlichen Ansprüche von einigen Vertriebenen, die den Staat Polen vor dem europäischen Gerichtshof verklagen werden. Hätte ein deutscher Kanzler ein Entschädigungsgesetz ins Leben gerufen (Wer ist denn hier die Legislative??), gäbe es so etwas gar nicht. Und warum sollte man diesen Leuten das Recht absprechen zu klagen. Stellt sich ein deutscher Bundeskanzler über das Recht? Es geschehen unmögliche Dinge in diesem Land - und kaum einer merkt es. Was nun, wenn die preußische Treuhand ihren Prozeß gewinnt? Erklärt man das Gericht für nicht zu ständig oder die Vertriebenen für staatenlos? Das sind alles keine Probleme, denkt sich Schröder, solange ich im Hintern der Polen überwintere und hier im Dunkeln nichts davon mitbekomme. Recht witzig ist, daß alles mitmacht. Man kann nur der deutschen Politik und dem deutschen Journalismus raten: Herauskommen und Licht einschalten!
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