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Autor Thema: Dresden verhökert seine kommunalen Wohnungen  (Gelesen 721 mal)
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mirkowe
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« am: März 15, 2006, 15:30:49 »

Ist das nun gut oder schlecht? Dresden verkauft seine städtischen Wohnungen für 1,7 Mrd. Euro an einen US-Investor und ist nun auf einem Schlag seine Schulden los. (Quelle: http://www.nzz.ch/2006/03/09/al/newzzEKLIKLGQ-12.html ) Jetzt tönt Bürgermeister Roßberg, daß dieses Beispiel Schule machen sollte und will jetzt das Schuldenmachen verbieten. (Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,406135,00.html ) Ist das nun genial oder Augenwischerei?
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szdd
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« Antworten #1 am: März 15, 2006, 17:09:51 »

Ich sehe es positiv. Die Stadt hätte ab 2006 jedes Jahr über 75 Mio. Eur Zinsen zur Schuldentilgung zahlen müssen. Es gibts zahlreiche Schutzklauseln für die Mieter, die guten Wohnungen sind bisher zu billig und die Plattenbauten können sowieso nicht unermesslich teuer gemacht werden.
Ich glaube kaum, dass es einer anderen Stadt (schon gar nicht im Osten) ebenfalls gelingen wird, so ein Geschäft abzuschließen.
Meine Hoffnung ist, dass mit dem Geld Sinnvolles getan wird, Rücklagen gebildet werden und die Stadt vorangebracht wird - allein 75 Mio. Eur im Jahr mehr, könnten in Kultur, Infrastruktur und wirtschaftsförderung investiert werden...
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CK-The One
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« Antworten #2 am: März 16, 2006, 07:22:38 »

Ich sehe das ganze auch positiv. Abgesehen von dem Geldregen für die Stadt, kann ich das Gejammere von Mieterverein, PDS usw. nicht mehr hören. Zum einen muss es nicht Aufgabe der Stadt sein, Wohnraum vorzuhalten. Zum anderen ist das Argument der sozialen Sicherheiten für die Mieter pillepalle. Die Woba verhält sich nicht anders als jeder private Vermieter. Wer nicht zahlt, nicht spurt, ständig Möbel rückt oder vom Balkon seinen Müll entsorgt, fliegt raus. Und die Woba nimmt schon gar nicht jeden Mieter. Vom Jugendamt betreute Mütter mit Kindern, nee nee, die sollen mal im Mutter-Kind-Haus bleiben...Mietschuldner, nee nee, die sollen sich mal `ne Brücke suchen, Haftentlassene, nee nee, lieber nicht.
Lieber Leerstand als Vermietung scheint noch das Motto. Und mitunter werden an oben Genannte Buden vermietet, da würde ich meinen Hund nicht hausen lassen und die schämen sich nicht mal. Soviel zum Thema Sozialcharta. puke_r
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mirkowe
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« Antworten #3 am: März 16, 2006, 16:03:49 »

.... Soviel zum Thema Sozialcharta. puke_r

Sozialcharta? Was'n das? Die Woba-Säcke bekommen jetzt vielleicht mal etwas Feuer unter dem Hintern. Das kann evtl. nicht schaden. Trotzdem. Irgendwie klingt der ganz Deal zu perfekt... Ich kann mir nicht helfen...
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szdd
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« Antworten #4 am: März 16, 2006, 16:05:44 »

Trotzdem. Irgendwie klingt der ganz Deal zu perfekt... Ich kann mir nicht helfen...

Das ist mir auch aufgefallen. Einfach zu positiv für Dresden und seine Entscheidungsträger...irgendwo suche ich immer noch den Pferdefuss...
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janiboy
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« Antworten #5 am: März 16, 2006, 20:07:12 »

Stuttgart hat seine zentrale Kläranlage in Mühlhausen cross-boarder geleast - ist zwar nicht das gleiche, aber ähnlich - und hat jetzt keine Verfügungsgewalt mehr. Die geplante Nordumfahrung (Ringschluß um Stuttgart (Schnellstraße)) kann nun nicht mehr wie geplant gebaut werden, weil eine Brücke das Klärwerksgelände tangieren würde, was millionenschwere Schadensersatzansprüche zur Folge haben würde. Da hat der Gemeinerat wohl etwas geschlafen. Solche Verträge sind oftmals zu komplex, als daß man sie gleich durchschauen würde. Ich könnte mir vorstellen, daß es in Dresden ähnlich zugegangen ist. Die großen Summen sind einfach zu verlockend.
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szdd
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« Antworten #6 am: März 17, 2006, 08:34:23 »

Kleine Fische diese Geschichte mit dem Klärwerk...Da hat Dresden ganz andere Kaliber zu bieten. Z.B. eine nichtvorhandene Brücke, die bereits annähernd soviel gekostet hat, dass man mit dem Geld 5 Brücken hätte bauen können - anderswo versteht sich. 
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