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Autor Thema: Fremdenfeindlichkeit im Osten Deutschlands ...  (Gelesen 677 mal)
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frank
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« am: Mai 22, 2006, 16:15:50 »

Quelle: www.spiegel.de

Der Kampf gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit werde noch Jahre dauern, sagte Platzeck in derselben Sendung. "Wir müssen akzeptieren, dass das ein Problem ist, was nicht an einem Tag oder in einem Jahr gelöst werden kann." Eine der Ursachen für Rechtextremismus in den neuen Ländern liege in der DDR-Vergangenheit. "Da kommt in Ostdeutschland speziell wenig Erfahrung mit anderen Kulturen rein, weil das in den Jahren vorher nicht geübt worden ist."

Was sagt Ihr zur momentanen Debatte über den "rechtsradikalen Osten"?
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Es gibt nur einen Gott - BELAFARINROD!
mirkowe
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« Antworten #1 am: Mai 22, 2006, 16:50:50 »

Das ist doch mal wieder eine Kampagne, daß einem übel wird. Da werden marginale Randgruppen zu einem Popanz aufgeblasen, damit sich selbsternannte Antifaschisten profilieren können. Was würden Claudia Roth und Sebastian Edathy nur ohne "Nazis" machen? Sie wären - was sie jetzt schon sind, aber keiner merkt - bedeutungslos. Daß Heye und Co. unserem Land mit dieser Anti-Propaganda einen Bärendienst erweisen, ist mal klar. Hier geht es um mehrere Dinge:

1. Von wirklich wichtigen Dingen ablenken

2. die multikulturelle Desintegration verschleiern

3. Deutschland zur antifaschistischen linken Beute umzufunktionieren

4. mehr Geld aus dem Staatssäckel für "Aktionen gegen Rechts" zu fordern, um damit ihre Klientel zu bedienen

5. die kulturelle und mediale Oberheit zu erlangen, um damit später Druck auf nicht-linke Politiker und Prominente ausüben zu können

Aber so laut auch die Genossen und ihre multikulturellen Freunde jetzt auf ihre Pauke schlagen, die meisten Leute fallen auf diesen Unsinn nicht mehr herein. Der Eindruck im Ausland ist natürlich verhehrend.  Evil or Very Mad Was ganz besonders widerlich auffällt: Noch sind die Taten von Potsdam und Berlin-Lichtenberg nicht aufgeklärt, da weiß man schon genau wie es war. Sollte sich später alles anders herausstellen, ist die "rechte Gefahr" natürlich noch genauso groß. Und komm' mir keiner mit Statistiken... Man vergleiche nur einmal die Zahlen der angeblich "gewaltbereiten Nazis" (10.400) und den Mitgliedern gewaltbereiter islamistischer Organisationen (32.000), "die aber nicht automatisch als gewaltbereit einzustufen seien." Blablablabla... Es könnte einem das Kotzen kommen...

Quellen:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,417455,00.html
http://focus.msn.de/politik/deutschland/rechtsextremismus_nid_29354.html
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szdd
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« Antworten #2 am: Mai 23, 2006, 07:42:42 »

Ich bin auch schon ganz verstört, seit ich gehört habe, dass die Zahl der Neonazis von 4000 auf 4100 gestiegen ist und die Zahl der gewaltbereiten Rechten von 10000 auf 10400 (das sind immerhin 0,013% der Bevölkerung).
Wer sich von dieser Propaganda einschüchtern lässt, weiss nichts über Realitäten.

Wir haben immerhin noch ein paar Steuererhöhungen durchzubringen - denn schließlich müssen wir Soldaten in den Kongo schicken und China Entwicklungshilfe zahlen uvm. - da muss der verblödete Bürger abgelenkt werden - zum Glück ist bald WM. Schlaf weiter Deutschland!
 
« Letzte Änderung: Mai 23, 2006, 07:57:18 von szdd » Gespeichert
Nico
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« Antworten #3 am: Mai 23, 2006, 08:09:10 »

Also so einfach ist es ja auch nicht. Man darf die "extremen Schichten" nicht vernachlässigen, aber auch nicht zum Kern der Diskussionen machen. Es gibt Problem - egal ob rechts oder links, oben oder unten - es sind Punkte, die die Politik zu verantworten hat und zu regeln hat. Selbst wenn es nur ein geringer Teil ist, sollte man doch verhindern, dass diese anderen Schaden zufügt. Zumindest ist das Ziel unserer Gesellschaft, kriminelle Machenschaften zu verhindern.

Die Politik freut sich natürlich, dass das Thema wieder dahin führt, wo "wir" die aktuellen Sachen wie Steuer etc. vergessen. Aber letztendlich ist es doch auch falsch zu sagen, es sind nur geringe Anteile der Bevölkerung, die Linken sind auch schlimm usw. Es gibt unendlich viele Probleme, die man angehen muss. Und die rechte und linke Gewalt gehört dazu und darf auch nicht zu klein geredet werden.

Aber dennoch stimme ich Euch zu, dass die derzeitige Diskussion falsch ist, da nur das Problem beredet wird und nie nach Lösungen gesucht wird. Und es wäre wichtig, mehr als nur das "eine Problem" zu bereden.


mfg
Nico
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mirkowe
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« Antworten #4 am: Mai 23, 2006, 09:37:03 »

Jetzt mal die Kirche im Dorf lassen! Da lassen wir doch lieber mal die Statistik sprechen:

rechtsextreme politisch motivierte Straftaten 2005: 15361
linksextreme politisch motivierte Straftaten 2005: 2305

Hierbei werden Äpfel mit Birnen verglichen. Das Gros der rechtsextremen Straftaten sind Propagandadelikte (sprich: Hakenkreuzschmierereien, das Tragen bestimmter T-Shirts oder "volksverhetzende" Äußerungen). Linksextreme Propagandadelikte gibt es nicht!

rechtsextreme Gewalttaten 2005: 958 (2004: 776)
linksextreme Gewalttaten 2005: 896 (2004: 521)

Man beachte den Zuwachs an linksextremer Gewalt und den geringen Unterschied!

Quelle: Esslinger Zeitung, 23.05.2006


Und jetzt: deutschlandweite schwere Straftaten (Mord, Raub, Vergewaltigung) (leider nur:) 2003: 200.000

Quelle: http://www.gmx.net/de/themen/nachrichten/panorama/gewalt/4324.html

Wer sich selbst informieren kann und will, darf auch ein paar Quellen einbringen. Mich würde bei den 200.000 Straftaten mal der Anteil von Ausländern interessieren...

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mirkowe
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« Antworten #5 am: Mai 23, 2006, 09:48:39 »

Kleiner statistischer Nachtrag für 2005:

"Polizeigewerkschaften warnten vor einem trügerischen Sicherheitsgefühl. «Es gibt einen Trend der zunehmenden Verrohung und Gewaltbereitschaft unserer Gesellschaft», sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg. So stieg die Zahl der Körperverletzungen um 4 Prozent auf insgesamt 517 377 Fälle an. Gefährliche und schwere Körperverletzungen nahmen sogar um 5,3 Prozent zu (147 122 Fälle)."

Quelle: http://www.lycos.de/nachrichten/deutschland/show_story.html,,39384/kriminalstatistik-2005-weniger-faelle-mehr-brutalitaet.html

Wenn man das summiert, sind wir bei 664.499 Gewalttaten. 0,14 Prozent davon wären dann rechtsextrem und 0,13 Prozent linksextrem...
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szdd
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« Antworten #6 am: Mai 23, 2006, 10:08:20 »

Das ist alles ein Phantomproblem - Rechtsextremismus gibts überall, nur nicht in so geringem Maße wie in Deutschland. Man richte seinen Blick nach Polen und schaue sich mal die Parteien der Regierung des Herr Kaczynski an...
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mirkowe
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« Antworten #7 am: Mai 23, 2006, 16:17:17 »

Wie passend zum Thema (siehe Potsdam) jetzt folgende Schlagzeile:

"Haftbefehle gegen beide Tatverdächtige aufgehoben"

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,417760,00.html
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