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Autor Thema: Oettinger im Zielfernrohr  (Gelesen 1265 mal)
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mirkowe
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« am: April 15, 2007, 16:29:13 »

Man kann von Baden-Württembergs Ministerpräsident halten was man will (bis jetzt hielt ich ihn für den typischen Partei-Auftsteiger: konform, Charisma eines Buchalters und irgendwie intrigant), aber wie er bis jetzt den Salven von Medien, anderen Parteien und von der eigenen Parteispitze entgegentritt, so muß man ihm Respekt zollen. Wieder einmal geht es ums Dritte Reich. Filbinger und seine Marinerichterkarriere mal außen vorgelassen (obwohl natürlich jeder Hobby-Historiker, der 3x Guido Knopp gesehen hat, etwas dazu zu sagen hat), geht es hier doch viel eher um Deutungshoheiten. Es sollen Grenzen und Tabus aufgebaut werden, um Meinungen, die zu bestimmten Themen von den vorgegeben abweichen, zu orten und sofort zu stigmatisieren. Was hier auf der Strecke bleibt, ist die Möglichkeit der Diskussion. Sofort schreit alles: Entschuldigen, Zurücknehmen und natürlich Zurücktreten. Wo leben wir eigentlich? Früher habe ich mir Demokratie immer anders vorgestellt. Wenn sie so ist, wie hier an diesem Beispiel (und es gibt genügend andere) zelebriert, dann bin ich fast bereit, darauf zu verzichten...

Wie wird es weitergehen? Man schlage nach bei Hohmann: Bald kommt die Entschuldigung und wenn nicht, dann wird wohl der „öffentliche Druck“ (wohl eher der veröffentlichte Druck) so groß sein, daß Oetti bald Straßenbahnfahrer in Stuttgart sein wird...

P.S. Sehr schlau von diversen "Journalisten" die Schwester des hingerichteten Matrosen ausfindig zu machen und sie zu Wort kommen zu lassen. Das erhöht den "moralischen" Druck natürlich enorm. Habe ich gerade "moralisch" geschrieben?? War ein Versehen... Wink
« Letzte Änderung: April 15, 2007, 17:10:06 von mirkowe » Gespeichert

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« Antworten #1 am: April 15, 2007, 17:33:05 »

Alles in allem hast Du ja Recht Mirko, nur musst Du mir wohl zustimmen dass der Herr Oettinger irgendwie bescheuert ist, oder wie soll man erklären, dass er den Filbinger quasi zum Antifaschisten macht? Ich finde die einsetzende Hatz in so einem Fall ja auch beschämend, doch in diesem Staat sollte wohl jeder der in der Öffentlichkeit steht, überlegen was er sagt und nicht denen die nur darauf warten eine Steilvorlage geben.
Das mit der Demokratie gibt mir schon lange zu denken. Wir als "Ehemalige" haben uns nach 1990 Meinungsfreiheit und einen ehrlichen Umgang miteinander gewünscht und erhofft. Es ist schon frustrierend dies alles als Illusion abzuhaken.
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« Antworten #2 am: April 15, 2007, 17:44:08 »

Mir ging es im Grunde ja nicht um die Rede. Filbinger als Gegner des Systems zu bezeichnen, ist zugebenermaßen schon etwas merkwürdig. Aber vielleicht hat Oettinger dafür eine Erklärung oder ein Argument. Selbst wenn es so wäre: Es will ja eh keiner hören! Hier wird nicht diskutiert, im Gegenteil, jede Diskussion wird unterbunden. Alle (?) sind sich einig - und das gefällt mir nicht.
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« Antworten #3 am: April 15, 2007, 19:14:07 »

Alles gut und schön, aber den Geist aus der Flasche hat doch der gute Herr Oettinger selber herausgelassen.
Nun braucht er sich nicht zu wundern, dass die Sache aus dem Ruder läuft- ein gefundenes Fressen für alle "Gutmenschen" in diesem Land.
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mirkowe
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« Antworten #4 am: April 16, 2007, 06:19:10 »

Den Geist aus der Flasche? Das war doch nur eine Trauerrede. Aber sei es drum. Vielleicht ist der Begriff Geist aus der Flasche gar nicht so schlecht. Man muß nur ein Stichwort geben und schon wird die Meute animiert. Die pawlowschen Reflexe, die hier zutage treten sind schon fast witzig... Im übrigen habe ich gehört, daß Oetti sich entschuldigt hat. Ist das nicht toll? Das ist wie in einem Film, bei dem man das Ende schon kennt. Interessant, aber wenig spannend. Leider sind die Akteure durch die Bank Luschen! (Ich denke da nur an den dicken Beck...)
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« Antworten #5 am: April 16, 2007, 07:43:45 »

Zitat von: mirowe
Ich denke da nur an den dicken Beck...
Den SPD-Vorsitzenden den niemand kennt? Der muss ja schließlich seinen Senf auch dazugeben.
Offensichtlich gibt es in unserem Land keine wichtigeren Probleme als sich aufzuregen über irgendwelche Grabreden. Wahrscheinlich soll der Bürger abgelenkt werden, damit er nicht zum nachdenken kommt über dass was wirklich faul ist. Siehe bloß die überzogene Berichterstattung über Knut den Eisbär.
Armes Deutschland sage ich da bloß.  Komm mal her Freundchen!
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« Antworten #6 am: April 16, 2007, 07:50:59 »

Was mich an dieser ganzen Farce aufregt, ist die Tatsache, das es in unseren ach so tollen Land wesentlich wichtigere Themen gibt, als eine Trauerrede. Doch scheinbar ist das Dritte Reich nach wie vor wichtiger, als Themen aus der Gegenwart! Ich würde gerne mal solches Engagement bei anderen Themen sehen!

Frank.
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« Antworten #7 am: April 16, 2007, 08:09:21 »

Witzig bei der Sache ist auch, daß man (u.a. auch Beck) Oettinger unterstellt, daß er mit seiner Rede am "Rechten Rand" fischen wolle. Da frage ich mich: wer von den "Rechten", die jetzt ab sofort Oetti ihre Stimme geben werden, wäre auf diese Grabrede gestoßen, wenn die Sache nicht von übereifrigen (linken...) Journalisten und Politikern aufgebauscht worden wäre? Ich schätze mal sehr wenige... Ich gebe Euch recht, daß es wirklich wichtigere Themen gibt. Wenn ich dann die Tagesschau einschalte und diese tolle Nachricht als erstes sehe, schalte ich sofort wieder auf Al Jazeera um...  Wink
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« Antworten #8 am: April 16, 2007, 13:56:39 »

Wohl dem, der Al-Jazeera empfangen kann... Wink
Unsereiner ist dem Öffentlich-Rechtlichen-Gebührenbeschiss ausgeliefert.
Die ganze Diskussion um Oettinger ist nichts Besonderes. Chancen hat er keine (man erinnere sich an Hohmann und Möllemann). Will er seine Karriere retten, muss er kriechen und Ärsche küssen. Wird er auch machen!
Aus Mücken Elefanten zu machen, darin ist die deutsche, politisch nicht nur korrekte, sondern vorauseilend gehorsame "öffentliche Meinung" Spitze.
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« Antworten #9 am: April 16, 2007, 15:44:57 »

Nach der Entschuldigung folgt nun die Distanzierung... Ich lache mich kaputt! Das erinnert mich irgendwie an die Schauprozesse der 30iger Jahre in Rußland. Alle haben sie ihre Schuld bekundet und dankend das Todesurteil angenommen. Was für eine Farce! Aber: Irgendwie war das alles vorsehbar... Man wird halt nicht mehr überrascht, weder von dem berichtenden Gesocks, noch von dem farblosen Personal in den Plenarsälen... Traurig!
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« Antworten #10 am: April 16, 2007, 16:31:21 »

Zitat von: aus FAZ.NET
Die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, sagte dem Sender N24, mit einer Erklärung in der „Bild“-Zeitung könne das Geschehene nicht unter den Teppich gekehrt werden. „Ich frage mich, wie kann so jemand Ministerpräsident sein?“, sagte Roth weiter.
Nach dem Zentralrat und diversen Leuten die denken ohne ihre Meinung läuft in Deutschland nichts, nun auch noch für mich die absolute "Spitzenkraft" unter den sogenannten Politikern. Bravo und danke Claudia.......... der Kommentar hat uns noch gefehlt.
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« Antworten #11 am: April 17, 2007, 05:32:20 »

Und ich frage mich, wie kann jemand mit Gehirn eine Partei wählen an deren Spitze derartige Nervensägen mit dem IQ eines Regenwurms stehen? Oder: Wieso halten eigentlich immer irgendwelche Spitzenkräfte der schreibenen Zunft diesen Regenwürmern ein Mikro unter die Nase. Und zum Zentralrat: Was soll man von einer Organisation halten, deren Vorsitzende im letzten Jahr doch ernsthaft behauptete, daß das Ansteigen der rechten Gewalt sie an 1933 erinnere?

Ich kann die gute Claudi und die senile Charlotte nicht ernst nehmen. Schlimm genug, daß man die zwei schlauen Girls leider in Deutschland viel zu oft ernst nimmt. Wenn ich eine Frau wäre, würde ich mir bei diesen Geschlechtsgenossinnen wünschen ein Mann zu sein...  Wink
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« Antworten #12 am: April 17, 2007, 07:30:42 »

Ja, ja die Claudia Roth, der alte grüne Feuermelder...Thats Showbusiness! Solche Schnarchlappen sind wahrscheinlich in anderen Ländern im Heim, im Zoo oder werden auf Jahrmärkten zur Schau gestellt. Aber so ist das eben in Deutschland. Bei uns kann man, selbst wenn man auf der Evolutionsleiter zwischen Amöbe und Kugelfisch einzuordnen ist, immer noch als "Politikerin" Karriere machen.
Da fällt mir spontan ein Zitat von O. Kalkofe ein:..."doch egal ob Grün ob Rot(h) - halt die Fresse du Idiot"...
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« Antworten #13 am: April 17, 2007, 08:41:57 »

So ein Kugelfisch ist aber gar nicht so doof (im Vergleich zu C.R.)... Wäre ich ein Kugelfisch, wäre ich jetzt beleidigt... Rolling Eyes
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« Antworten #14 am: April 17, 2007, 15:48:31 »

Vielleicht meinte er ja, über Tote soll man nichts schlechtes sagen Think-. Hat er dann eben etwas übertrieben.
Es war doch klar, dass Claudia-"Ich bin gegen das Atom"-Roth, ihren buntesten Fummel umwirft und sich vors Mikro drängt.
Trotz "Geschlechtsgenossinen" wie Claudi, wünsche ich mir nicht, ein Mann zu sein. Da gibts nicht weniger Pappnasen. Ich schätze das Verhältnis ist 50:50.
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