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mirkowe
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« am: Mai 24, 2007, 06:20:33 » |
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Wir sind sehr überrascht. Doping im Radsport? Nein, so was... Okay, das war polemisch. Aber jetzt mal ehrlich: Wer kann bei den Strapazen einer Tour de France und den quasi „übermenschlichen“ Leistungen von nicht genannten amerikanischen Radsportlern glauben, daß der Rest der Teams aus Europa ungedopt mit einem Abstand von mehreren Stunden hinterherradelt? Daß sich jetzt die Mitarbeiter und Sportler vom ehemaligen Team Telekom outen, mag zwar löblich aussehen, doch bleibt zu befürchten, daß wir Deutsche uns mal wieder als Betrüger hinstellen, der Rest der (Radsport-)Welt aber vielleicht beschämt (oder wohl eher belustigt) wegschaut. Also wozu dann das Ganze?
Wenn dann auch noch Vorhaltungen aus der deutschen der Politik inbezug auf die Berichterstattung aufkommen (wenn die sich schon einmal bei einem Thema einmischt, von dem sie noch weniger als von ihrem eigentlichen Geschäft versteht), dann kann man sich die Übertragung der Tour de France entweder ganz abschminken oder es wird eine Berichterstattung vom vermeintlichen Dopingsumpf und die sportlichen Leistungen interessieren dabei kaum noch. Aber was soll’s? Das sauberste Team der Welt, T-Mobile, fährt sowieso hinterher. Wetten?
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« Letzte Änderung: Mai 24, 2007, 06:42:07 von mirkowe »
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frank
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« Antworten #1 am: Mai 24, 2007, 07:02:46 » |
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Tja, nicht mal richtig dopen können sie, damit es zum Toursieg reicht!
Zuerst Dietz, Henn und jetzt auch noch Aldag. Aber was bringen diese Geständnisse? Außer die Bestätigung für etwas, was sowieso schon jeder wusste. Falls nicht - Im Radsport wird seit Jahren systematisch gedopt! Welch eine Überraschung!
Auf der einen Seite finde ich ganz gut, das so langsam mal alles ans Tageslicht kommt und das ach so saubere Team Telekom nicht so unschuldig ist, wie sie immer behauptet haben! Aber was nützt es? Nichts. Okay, die Tour de France wird vielleicht in ein paar Jahren einen Stellenwert wie die deutschen Meisterschaft in Curling haben. Doch wird dadurch weniger gedopt?
Zur deutschen Politik sage ich besser nichts! Die sollen sich mal um ihre Probleme kümmern - davon gibt es genug in diesem Land!
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mirkowe
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« Antworten #2 am: Mai 24, 2007, 11:51:52 » |
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Schlagzeile bei sport1.de heute: "Emotionale Doping-Beichten von Aldag und Zabel" Jetzt als LIVESTREAM...  Man, man, man... So sieht der spannende Radsport 2007 aus! Mal schauen, ob sich auch andere (auch nichtdeutsche) Radsportler vor der Kamera ausheulen... 
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szdd
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« Antworten #3 am: Mai 24, 2007, 14:13:32 » |
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Ja, selten so gelacht! Dietz, Aldag, Holm, Henn... Was für Granaten! Die geben zu, dass Sie gedopt waren. Das lässt tief blicken: Fahrer die kaum einer kennt und die nie was gewonnen haben, hingen am EPO-Tropf. Was müssen solche Seriensieger wie: Greg Lemond, Miguel Indurain, Toni Rominger, Marco Pantani (inzw. ja bereits an Drogen verstorben), Lance Armstrong, Ulle und zuletzt Floyd Landis - die die großen Rundfahrten dominiert haben, dann erst eingeworfen haben? Wie auch immer. Es lohnt sich überhaupt nicht darüber nachzudenken. Im Spitzensport, besonders im Ausdauersport, geht ohne Doping gar nix, wenn man auch mal gewinnen will. Man Frage nach bei Zahnpasta-Baumann, man staune auch heute noch über das Kreuz von Kristin Otto, man betrachte den Umstand, dass ein sog. Jahrhundertschwimmer wie Ian Thorpe mit 21 Jahren seine Karriere von heute auf morgen beendet, man frage nach beim östereichischen Biathlon-Verband, dem Santa Monica Track and Field Club, einem gewissen "Spanier" namens Johan Mühlegg.....usw. Aber bekanntlich steht uns ja das Sommerloch vor der Tür. Mal sehen wer sich noch so alles "outet"....
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bewett
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« Antworten #4 am: Mai 24, 2007, 17:47:07 » |
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Was soll dieses geheuchelte Entsetzen wenn das Wort "Doping" fällt? Gedopt wurde schon immer und wird es auch in Zukunft. Zu DDR-Zeiten war es eine Frage des Prestiges (soviel wie möglich Medaillen zu Ehren der DDR) und heute geht es halt um den "schnöden Mammon" (in dieser Gesellschaft ist Geld ja sowieso das Maß aller Dinge) Dafür ist jedes Mittel recht. Es sollen doch nicht alle so tun als wüssten sie von nichts. Der Hinweis auf das Sommerloch ist richtig- er lässt sicher in der nächsten Zeit noch mehr Medienrummel zu dem Thema erwarten
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Nico
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« Antworten #5 am: Mai 26, 2007, 09:18:11 » |
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Ich kann Euch nur zustimmen. Die Siege braucht man ja nicht wirklich aberkennen. Da ja alle gedopt sind und waren, ist die Chancengleichheit ja wieder gegeben  Am besten wäre: Ein Pharmakonzern oder zwei sponsern das Doping und dann wird gefahren. In der Formel 1 gab es ja auch lange zwei Reifenhersteller (jetzt nur ein). So können Sie es doch machen.  Gruß Nico PS: Ich gebe zu, ich fahre mein Fahrrad ohne Doping, ich lass mich nicht beeinflussen 
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mirkowe
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« Antworten #6 am: Mai 26, 2007, 13:28:58 » |
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Ich höre überall. "Jetzt weitet sich der Skandal aus". Aber bis auf die Fahrer des Team Telekoms, aus dem sich jetzt sogar Riis als Doping-Sünder outete, hört man nichts. Und das wird vermutlich auch so bleiben. Das Ende vom Lied wird dann sein, daß das deutsche Team als Skandalmannschaft der 90er gelten wird und alle anderen als saubere Fahrer, denen man nichts nachweisen kann, weil sie ja nicht so doof waren und ihr Doping-Vergehen gestehen. Ich möchte hier auch auf die ausländische Presse verweisen ( http://www.sport1.de/de/sport/artikel_1295510.html). Da schreibt zum Beispiel "El Mundo Deportivo": "Das gedopte Telekom-Team beendete 1996 die Erfolgsserie von Indurain." Indurain also der saubere Tour-Sieger? Lächerlich! Mich regt auch auf, wie sie jetzt alle aus ihren Löchern kriechen. Politiker und ehemalige Radsportfunktionäre ( Ex-BDR-Präsidentin Schenk) sind die großen Aufklärer und Ankläger! Wenn man auf alle Sünder, die sich zu erkennen geben, einschlägt, wird man nichts erreichen. Ich kann ehrlicherweise die Radsportler verstehen. Sie haben nichts anderes gelernt, als auf dem Rad zu fahren und damit ihr Geld zu verdienen. Und um oben mitzufahren, greift man (wie die anderen) zu den Spritzen. Was nützt einem ein sauberes Team, wenn man hinterherfährt. So ist es nun einmal. Und es wird sich nicht ändern. Dem ganzen scheinheiligen und selbstgerechten Gelaber zum Trotz! Ich bin auf der einen Seite für eine generelle Amnestie und auf der anderen für eine Gendatenbank für Profisportler!
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mirkowe
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« Antworten #7 am: Mai 26, 2007, 17:36:40 » |
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Noch ein paar internationale Pressestimmen? Okay: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,485157,00.html ... Im übrigen habe ich im Videotext der ARD gelesen, daß heute ein gewisser Oscar Sevilla seine Führung in der Katalonien-Rundfahrt abgeben mußte. Im letzten Jahr noch zusammen mit Jan Ullrich (wegen der Fuentes-Geschichte...) bei T-Mobil rausgeflogen und heute schon wieder aktiv... Und Jan Ullrich? In Deutschland angezeigt und als vermeintlicher Dopingsünder am Pranger. So sieht es in der Radsport-Welt aus!
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frank
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« Antworten #8 am: Mai 26, 2007, 18:07:11 » |
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Was ist eigentlich mit einem gewissen Texaner? Von ihm spricht keiner mehr! Jemand der so die Tour dominiert hat, ist vermutlich den Ganzen gedopten davon gefahren! Allein durch seine Willenskraft! Ach komm' - hör auf!
Und mal so ganz nebenbei, was war das eigentlich für eine Pressekonferenz von Riis? So etwas überhebliches und kein bisschen Reue, darauf kann ich echt verzichten!
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Nico
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« Antworten #9 am: Mai 27, 2007, 09:15:20 » |
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Ja vielleicht sollten wir auch ein Thema hier im Forum eröffnen: "Ja, ich habe das Finanzamt betrogen...." oder "Ja, ich habe schon mal dran gedacht, Kaugummis zu stehlen..." :-) Ich weiß auch nicht, was das soll. Die Medienwelt erfreut sich an diesen Beichten, aber alles ist doch Humbug. Die Sache wird weiterlaufen, es sind ja jetzt alle "clean". War ja alles vor Jahren. Und Schuld sind nachher noch wir als Zuschauer, da wir ja schnelle Kämpfer wollen und nicht lahme Enten. Aber "schön" zu sehen, wie heuchlerisch doch unsere Gesellschaft mit all seinen Facetten ist. Und letztendlich haben wir ja doch alle Mitleid mit den Sündern, es fehlt jetzt noch das Zabel & Co ein Buch schreibt, was wir dann alle lesen und dann sagen, die Armen mussten sich dem Druck beugen. Und dann sagen wir noch, wie schwer sie es doch hatten und dann sagen wir: "Zum Glück geht es mir so gut, ich habe nicht den Druck". Und dann überlegt man sich, warum die das x-fache verdienen, wie ich es verdiene und dann sage ich mir "Die sind ja doch nicht so arm"  Jaja, es wird sich schon wieder alles einrenken und keiner redet mehr drüber, das ist sicher... Gruß Nico
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