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mirkowe
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« am: Juni 03, 2007, 15:48:05 » |
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Wenn man weit weg von Deutschland wohnt und Nachrichten schaut, beschleicht einem hin und wieder der Verdacht, daß einige meiner Landsleute nicht ganz bei Trost sind. Okay, dieser Gedanke beschlich mich schon als ich noch dort wohnte. Aber jetzt aus der Distanz... Und vor allen Dingen beim Thema Globalisierung. Wenn ich das Wort Globalisierungsgegner höre, dann frage ich mich: Was soll das sein? Ich kann doch nicht gegen etwas sein, daß seit Jahren stattfindet, ob ich nun dafür bin oder dagegen. Einigen gestrigen (auch gutgemeinten) Demonstranten (Ich sah in den Nachrichten eine schwafelnde Linke, die was von Demokratinnen und Demokraten erzählte. Ich wußte gar nicht, daß das jetzt auch nach Geschlecht getrennt ist... Aber dies nur nebenbei.) sollte man mal einen Flug nach Indien oder China schenken, damit sie sich Globalisierung ansehen können. Da werden Inder und Chinesen von Indern und Chinesen ausgebeutet, ohne daß einer der G8 davon etwas weiß. Ich glaube auch, daß einem Großteil der Demonstranten die "armen Ausgebeuteten" herzlich egal sind. Hauptsache, man war dagegen... Aber gegen etwas zu sein, was unumkehrbar ist, zeugt von bornierter Dämlichkeit. (Genausogut könnte man auch gegen Ebbe und Flut sein...) Endlich mal ein Beitrag, der mir aus dem Herzen sprach, laß ich heute bei Spiegel-Online: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,486343,00.htmlDanke dafür! Auch gut: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,486346,00.html
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« Letzte Änderung: Juni 03, 2007, 15:54:24 von mirkowe »
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Satire darf alles!!!
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« Antworten #1 am: Juni 03, 2007, 17:13:53 » |
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Was soll der Katzenjammer nach dem ersten Vorgeschmack von diesen G8 -Zirkus? Wenn die sagen wir mal "Demonstranten ohne Gewaltabsicht" so blauäugig sind und glauben, dass alles friedlich über die Bühne gehen kann, liegen sie ja wohl voll daneben. Nach dieser Gewaltorgie ist für mich ein Verbot jeglicher Demonstration im Zusammenhang mit dem Gipfel längst überfällig, oder das ganze vermummte Kroppzeug wird einkassiert und so behandelt wie sie es verdienen.  Also Polizist möchte ich nicht sein und wenn sich dann ein Herr Ströbele noch hinstellt und krampfhaft nach einem Verschulden bei der Polizei sucht, dann erst recht nicht.
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mirkowe
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« Antworten #2 am: Juni 04, 2007, 05:12:58 » |
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Ob nun Blauäugigkeit oder einfach nur Blödheit der Verantstalter dem "schwarzen Block" (erinnert mich irgendwie an das "schwarze Korps") Unterschlupf und eine Plattform zu geben sei mal dahingestellt. Fakt ist auch, daß bei allen "ähnlichen" Veranstaltungen (1. Mai, Castor-Transporte etc.) diese Brut zugegen ist und die Bürgersteige umkrempelt. Die Verharmloser alá Ströbel oder hier Monty Schädel (ohne Gehirn?) sind die eigentlichen Verbrecher. Dazu kommen auch noch die Medien. Da wurde wochenlang von der "Einschränkung des Demonstrationsrechtes" usw. geschwafelt. Die G8-"Gegner" waren sich derweil nicht zu blöd, "Nazis" aus ihren Reihen zu verbannen. Komischerweise hat man hier nichts gegen eine Einschränkung der Demonstrationsfreiheit... Für mich ist das (T'schuldigung!) eine verlogene Scheiße... Mir tun nur die armen Naiven leid, die wirklich die Welt verbessern wollen. Aber vielleicht begreifen die auch irgendwann, daß man mit "bunten" (O-Ton zdf) Demonstrationen nichts erreicht.
Und: eine gerechte Welt ist Schwachsinn. Was soll das überhaupt sein? Jahrzehntelange Wirtschaftshilfe für die Dritte Welt ist heute immer noch das, was es schon immer war: ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber wahrscheinlich geht es jetzt den Hungernden in Afrika besser, wenn sie wissen, daß ein paar deutsche Polizisten mit Schädelbruch im Krankenhaus liegen.
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« Letzte Änderung: Juni 04, 2007, 05:33:13 von mirkowe »
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Nico
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« Antworten #3 am: Juni 04, 2007, 09:01:24 » |
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Und: eine gerechte Welt ist Schwachsinn Warum wieso? Eine gerechtere Welt zu schaffen, sollte unser Wunsch sein, unser Ziel sein und unsere Pflicht sein. Diese Worte sollen ja nicht nur ein "Märchen" erzählen, sondern realistisch betrachtet werden. Wie man es schafft, dies zu bewerkstelligen, das ist wohl zugegeben "das Problem". Denn Jahrzehnte "falscher Ansätze" haben sich nicht bewährt und der Wille zur Schaffung besserer Verhältnisse - nicht nur bei uns - sind wohl fehlgeschlagen. Und trotzdem muss es unsere Aufgabe sein, dies zu wollen, auch wenn es sich anhört, das ich nur "Naivität" tendiere  Aber warum soll man sich mit einer unbefriedigenden Situation zufrieden geben, das sehe ich nicht ein. Und der G8-Gipfel hätte "theoretisch" Möglichkeiten, Ansätze zu schaffen. Und deshalb ist es "theoretisch" gut, dass man (d.h. andere Menschen) den Wunsch und den Willen zeigen, dass dies gewollt wird und gefordert wird. Aber hier kommt der Punkt, wo ich zustimme. Viele der Demonstranten wissen bestimmt nicht, warum Sie eigentlich demonstrieren. Andere (hoffentlich die Minderheit) haben das verursacht, was in Rostock passiert ist. Und doch ist wichtig, die "Stimme" (und nur diese) zu erheben, auch wenn ich jetzt naiv wirke. Ich persönlich finde es wichtig, sich für das einzusetzen, was einem wichtig ist. Ich will es nicht akzeptieren, dass die Dinge Schicksal und nicht änderbar sind. Und um eins klar zustellen: Der so genannte "schwarze Block" der Demonstranten sollte mit Brot und Wasser im Steinbruch enden. Ich finde es auch okay, dass man teilweise Verbote usw. verhängt wurde, denn es war klar, dass die Demos für andere Zwecke genutzt werden. Aber ich wehre mich dagegen, dass man die Demonstranten als "Naive" und "arme Weltverbesserer" abgestempelt werden. Dies ist falsch und etwas abgehoben argumentiert Ach ja, ich bin in der Thematik nicht wirklich belesen, es ist einfach nur eine Einstellungssache  Gruß Nico
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mirkowe
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« Antworten #4 am: Juni 04, 2007, 09:29:22 » |
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Warum wieso?
Ich habe hier unter anderen auch mit ehemaligen Entwicklungshelfern zu tun. In Afrika bespielsweise macht es wenig Sinn, Geld in korrupte Systeme zu pumpen. Und selbst, wenn an Regierungen vorbei gearbeitet werden kann, unter diesen ehemaligen "Weltverbesserern" grassiert der Spruch: Afrika ist so... Damit ist auch gemeint, daß sich das nie ändern wird. Idealisten würde ich empfehlen, dort (speziell in Schwarzafrika) mal ein Jahr zu verbringen und zu versuchen, etwas aufzubauen. Mag sein, daß ich jetzt rassistisch klinge, aber die meisten dort, sind mental nicht in der Lage, sich ein Leben in Wohlstand aufzubauen. Wie der Umgang mit Arbeitern aus der Dritten Welt oder/und Schwellenländern aussieht, kann man u.a. auch hier in den VAE studieren. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Ich kann nur raten: Anschauen und die Träume relativieren! Im übrigen weiß ich jetzt immer noch nicht, wie eine "gerechte Welt" aussieht. Nur so viel: Der Reichtum der ersten Welt funktioniert zum Teil nur durch die Armut anderer Länder. Wieviele von den Demonstranten fahren nach dem Protest-Event nach Hause in ihr Wolkenkuckucksheim und konsumieren fleißig weiter? Ich weiß nur für mich, daß ich meinen Status nicht aufgeben will. Das ist zwar in den Augen einiger "abgehoben", aber ehrlich!
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Nico
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« Antworten #5 am: Juni 04, 2007, 16:46:58 » |
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Du hast Recht mit Deinen Aussagen und dennoch ist doch falsch, es dabei zu belassen. Vielleicht ist es wirklich etwas naiv zu denken, dass man die Traumwelt "gerechtere Welt" schaffen kann. Aber ich bin der Meinung, dass wir - in Form von Merkel & Co, doch etwas zum Guten bewegen könnten. D.h. die Hilfe nicht per "Überweisung" den Menschen zukommen lassen, da sonst das Geld weg ist. Man muss für Bildung sorgen und dem Menschen die Möglichkeit geben oder auch zwingen, sich selbst zu helfen. Hier sollte das Geld fließen. Unser Wohlstand ist wohl kaum in Gefahr. Wir könnten ohne Probleme auch die Länder, die wir teilweise arm gemacht haben, wieder etwas aufhelfen. Was genau zu machen ist, sollte die Aufgabe von Merkel & Co sein, die es aber wohl nicht schaffen werden oder wollen. Und ja, nachdem ich diese Zeilen schreibe, überleg ich mir, was ich "konsumieren kann"  . Aber das sollte mich nicht darin hintern, doch daran zu glauben, dass es möglich ist. Man muss ja nicht arm leben, damit man helfen kann. Und die Form der Stimmerhebung ist für mich eine solche Form. Es wäre doch traurig, dass man alles als gegeben akzeptieren würde. Es gibt so viele Missstände, die man dann akzeptieren muss. Und wenn man nur schon einen Punkt herausnimmt und sich dort etwas Zeit und Denken investiert, hat man doch eine Basis. Also dann noch einen schönen Abend.
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mirkowe
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« Antworten #6 am: Juni 04, 2007, 17:51:21 » |
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Unser Wohlstand ist wohl kaum in Gefahr.
Da wäre ich mir nicht so sicher! Den Ton in diesem Jahrhundert werden auf kurz oder lang die Schwellenländer angeben. Speziell China und Indien. Unser Vorteil ist noch (!) der höhere Bildungsstand. In den genannten Ländern warten Milliarden (!) von Menschen darauf, ihre sozialen Verhälnisse der Ersten Welt anzupassen. Mit besserer Bildung ist das nur eine Frage der Zeit. Die Produktion wandert schon jetzt in beide Länder. Die Lohnkosten sind dort ein Bruchteil unserer Lohnkosten. Unsere einzige Chance mitzuhalten und trotz des Aufstieges der Schwellenländer in der "1. Liga" zu spielen, ist die Verbesserung unserer Bildungspolitik (Wissensvorsprung!). Wie es damit bestellt ist, darüber kann man sich an jeder Großstadt-Realschule ein Bild machen. Mit unterpriviligierten und kleinkriminellen Zuwandererkindern werden wir vermutlich diesen Wettbewerb nicht gewinnen...  Im übrigen kümmert sich beispielsweise China in Sachen Darfur einen Dreck um die Menschenrechte. Man blockiert ständig Sanktionen, weil man dort Öl fördert. Soweit ich weiß, gehört China noch nicht zu den G8-Staaten. Das heißt, die aufstrebenden Nationen der Schwellenländer wären für eine zukünftige "gerechte" Welt ein wichtiger Anspechpartner. (Weiß man das bei Attac?) Ich glaube aber kaum, daß China und Indien ihr Wirtschaftswachstum für Dritte-Welt-Länder aufgeben werden. Ach so: Menschen kann man nicht zwingen sich selbst zu helfen. (Idealisten neigen dazu, ihre Vorstellungen, die natürlich nur gutgemeint sind, anderen auch mit der Knute einzutrichtern. Das hatten wir doch schon, oder?) Ich könnte jetzt ein paar Entwicklungshelfer-Stories zum besten geben... Aber lassen wir das. 
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szdd
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« Antworten #7 am: Juni 06, 2007, 14:51:17 » |
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Zu diesem Thema gebe ich auch gern ein Statement ab: 1) gerechte Welt - gibts nicht, wirds nie geben  2) Man muss wissen, dass Deutschland (und andere Länder) z.B. an China und Indien Entwicklungshilfe überweisen. Was jahrzehntelange Enwicklungshilfe auf dem afrikanischen Kontinent gebracht hat, kann jeder sehen. Es wurden bereits die zwei wichtigsten Wahrheiten ausgesprochen: 1. unser Wohlstand beruht zu einem nicht unerheblichen Teil auf Ausbeutung der 3. Welt. Dem ist nur hinzuzufügen, dass der Wohlstand der asiatiaschen "Tigerstaaten" und der Arabischen Welt zu einem noch größeren Teil daraus resultiert. 2. Indien und China werden in absehbarer Zeit die größten Volkswirtschaften dieser Erde ausmachen. Diese beiden Länder werden diesen Globus dominieren, wirtschaftlich und auch militärisch. Dazu kommen Länder wie Saudi Arabien oder VAE u.a., die mit ihrer finanziellen Macht bereits heute das Gefüge unserer Welt mitsteuern. Daran werden weder "G8" noch Globalisierungsgegner etwas ändern können. 3. Die USA, Russland und China machen sowieso was sie wollen, ob Frau Merkel, doofe Journalisten, Hirschbeutelträger usw. usf. sich darüber aufregen oder nicht. 4. Dieser sog. Gipfel der sog. G8 ist ein sinnloser Unsinn der den dt. Steuerzahler (geplante) 90 Mio. EUR kostet. Es werden auch in 100 Jahren keine Engländer, Amerikaner oder Brasilianer in Heiligendamm Urlaub machen (wer reist schon gern in ein umzäuntes Sperrgebiet). Das an alle Tourismus-Marketing-Experten. 5. Das gesamte Gelaber über die Globalisierung ist Müll. Die Globalisierung ist ein Prozess, der nicht aufzuhalten ist und der nicht ausschließlich negativ gesehen werden kann. 6. Der sog. "Schwarze Block" würde auch Gelegenheiten zur Randale finden, wenn es keinen G8-Gipfel und keine Globalisierung geben würde. 7. Wer denkt, dass Politiker wie Frau Merkel in irgendeiner Weise "Gutes tun" wollen, lebt in einer äussert naiven Traumwelt.
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